Die Tränen der Idune - Reiche

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Das Kaiserreich von Idunia

Das Kaiserreich von Idunia wurde von Bodikan dem Ersten im Jahre 32 des neuen Zeitalters (32 NZ) gegründet. Er ließ sich zum Kaiser krönen um das vergangene Reich von Delia aus der Asche auferstehen zu lassen, nachdem es beim Sturz des Gottes vollkommen vernichtet worden war. Aufgrund seiner Abstammung kam er für die direkte Nachfolge des alten Kaisers in Frage und wurde im achten Mond des Jahres eingesetzt.

Doch nicht alle wollten ihm folgen und so beschlossen die Fürsten der Nordländer, ein eigenes Reich zu gründen. Sie nannten alle Gebiet nördlich des Phyra-Passes und westlich des Nus-Gebirges ihr Eigen. Diese Länder waren seit 30 Jahren wieder eisfrei und so gründete Fürst Bereg der III. das Reich von Beregard und machte die Stadt Beregor zu seinem Königssitz. Stark geschwächt und das Reich in Trümmern, konnte der neue Kaiser nichts dagegen tun und so verlor das Kaiserreich fast die Hälfte seiner ehemaligen Fürstentümer an den Norden.

Im Süden wurde das Reich in die Fürstentümer Nuria im Osten, Lacerta im Süden und Idunia im Nord-Osten aufgeteilt. Regiert werden sollte das Reich von der neu gegründeten Stadt Iduna aus, die man auf den Hängen des neu entstandenen Vulkans inmitten eines Sees errichtete. Wohlwissend, dass er auf einem Pulverfass saß (der Vulkan war sehr aktiv), wandte er sich an den ebenfalls neu gegründeten Orden der Idune, dessen Mitglieder über große Zauberkraft verfügten, die sie mithilfe der „Tränen der Idune“ ausüben konnten. Zuvor war Zauberei seinem Volk zwar nicht unbekannt, doch die Menschen waren nicht begabt genug, die Naturkräfte zu bändigen. Dies hatte sich nun, dank der gefundenen Kristalle, dramatisch geändert. Doch nur ein paar wenige Auserwählte hatten die Macht, diese Steine zu nutzen. Vor allem, um den Vulkan im Zaum zu halten.

Im Jahre 148 NZ machte Kaiser Lugar II. einen Vorstoß nach Nordosten und erweiterte sein Reich bis an die nun wieder eisfreien, großen Wasser des Bolan-Meeres und bis zu den Steppen im Osten, wo die wilden Reitervölker leben. Die wilden Boron der Steppe wurden dabei nach Norden zurückgedrängt. Das Land erhielt einen Fürsten und wurde fortan Latria genannt. Es bat reiche Grasebenen und viele wilde, büffelähnliche Tiere, die die Reitervölker im Osten „Druuk“ nennen. Regiert wurde es von der Stadt Lusia aus, die zusammen mit der Stadt Temnoga als Handelsposten gegründet wurde. Das Kaiserreich reichte nun weiter als je zuvor nach Norden. Der Grenzfluss bildete das nördliche Ende des Reiches.

Die gerade erst wieder eisfrei gewordenen weiten Tundren dahinter interessierten den Kaiser nicht. Sie boten nichts, was das Reich hätte gebrauchen können. Und so annektierte das Nordreich im Jahre 196 NZ die östlichen Gebiete des nördlichen Ödlands, um dem Kaiserreich den Vormarsch nach Norden zu verwehren. Dies führte zu großen politischen Spannungen zwischen den Reichen. Mit den wilden Reitervölkern im Osten handelte man Verträge aller Art aus und machte sie nach und nach abhängig vom Kaiserreich. Bis heute haben dies die Reiterfürsten nicht vergessen, auch wenn ihre Autonomie heute wieder vollständig hergestellt ist.

Im Jahre 209 NZ kam Kaiser Brudur I. an die Macht. Seine Familie litt am meisten darunter, dass sich der Norden abgespaltet hatte und so ersann er Pläne, wie man die beiden Reiche wieder vereinen könnte. Doch die stolzen Boron wollten ihre Autonomie nicht aufgeben und so kam es, wie es kommen musste: Das Kaiserreich erklärte dem Norden den Krieg. Kaiser Brudur führte im Jahre 210 NZ persönlich eine große Armee nach Norden, doch die gerade erst aufgetauten Marchen der Seemark machten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Die Armee versank im wahrsten Sinne des Wortes im Schlamm und musste umkehren um zu warten, bis die Marschen wieder trocken lagen. In der Zwischenzeit hatten die Boron jedoch ihre gesamte Flotte an schnellen Kriegsgaleeren mobilisiert und das Kaiserreich hinterrücks angegriffen.

Vor der Stadt Telga trafen sie auf die kaiserliche Flotte, die gänzlich unvorbereitet war. Niemand konnte sich vorstellen, dass die Boron hier angreifen würden. Und so konnte fast die gesamte kaiserliche Flotte vor Anker vernichtet werden.
Nach diesem Sieg mobilisierte der Boron-König Harold III. seine gesamte Streitmacht und marschierte gen Süden. Der tiefe Schlamm konnte die Nordmänner und -Frauen nicht erschrecken, denn sie hatten etwas, das die Kaiserlichen nicht hatten: Schlitten mit sehr breiten Kufen und spezielle Schlammschuhe, die ein Versinken verhindern. So gelangte die nordische Armee beinahe ungehindert bis zur Stadt Nalia, die sie plünderten und brandschatzten. Nur ein beherztes Eingreifen von General Tulio konnte die plündernden Boron am weiteren Vordringen nach Süden hindern und zurückdrängen.

In den folgenden zehn Jahren ließ der Kaiser in einem Kraftakt eine 50km lange und 10m hohe Mauer etwas nördlich von Nalia errichten, den „großen Nordwall“, welcher das gesamte Land vom Meer bis zum Gebirge nach Norden hin abriegelte. Nie wieder sollte es ein Boron auf diesem Wege ins Kaiserreich schaffen.

Nachdem Kaiser Ludogar II. im Jahre 243 NZ lukrative Handelsverträge mit den Zwergen von Koz-Vinkû und den See-Elfen von Yo-Derya abschloss, begann das Reich wieder zu florieren und bald hatte es wieder ein klein wenig von seinem einstigen Glanz zurück erhalten.

Heute, im Jahre 312 NZ regiert Kaiser Oturius I. das Reich. Die Beziehungen zu den Boron sind in den letzten 30 Jahren wieder zunehmend schlechter geworden und auch die Elfen streben nach dem einstigen Glanz ihres Reiches. Sie haben bis heute nicht vergessen, dass das Kaiserreich sie in einen tödlichen Krieg gezogen und damit den Zorn der Götter heraufbeschworen hat, der die Vernichtung ihres Reiches zur Folge hatte.

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Das Reich von Beregard

Das Reich von Beregard wurde von Fürst Bereg III. im Jahre 38 NZ gegründet. Nachdem das Großreich Delia durch den gefallenen Gott zerstört wurde, spalteten sich die Fürsten des Nordens vom Kaiserreich ab und gingen ihren eigenen Weg. Und dieser Weg konnte nur mit einem eigenen Reich im Norden umgesetzt werden. Die „Boron“, wie sich das Volk selber nennt, hatten sich nie richtig dem Kaiserreich zugehörig gefühlt und waren immer nur „Die Wilden im Norden“. Doch ihr Stolz war auch nach der Vernichtung des Kontinentes ungebrochen. So erklärte sich Bereg in der Stadt Beregor zum König aller Boron und vereinte die Fürstentümer zu einem einzigen Reich. Dieses Reich wurde in drei Teile unterteilt: Die Nordmark mit ihren kalten Hügellanden bis zum Gebirge, die südliche Seemark mit ihren zahlreichen Inseln und Buchten und die östliche Seemark vom Mimira-Meer bis zu den Nus-Bergen. Das Gebiet hinter den Gebirgen war nicht kontrollierbar. Hier lebten die wilden Nordstämme in den dichten Wäldern und undurchdringlichen sumpfigen Tundren. Hier gab es nichts, das einen zivilisierten Boron interessieren würde. Da sie sich mit den Zwergen von Torongard stets gut verstanden hatten, unterstützten diese die Autonomiebestrebungen der Boron und gewährten ihnen großzügige Hilfe. Dies haben die Boron bis heute nicht vergessen und leben bis heute in Freundschaft mit den Zwergen von Koz-Vinkû, mit denen sie auch zahlreiche Handelsverträge geschlossen haben.

Als im Jahre 212 NZ das Kaiserreich den Boron den Krieg erklärte, entsendeten die Zwerge eine eigene Abteilung um die südliche Seemark zu verteidigen. Doch durch einen harten Winter wurde der Vormarsch der Kaiserlichen gestoppt noch bevor sie in Reichweite der Zwerge waren und die Boron konnten eine Gegenoffensive starten. König Harold I. versammelte in aller Eile über 100 Kriegsschiffe, hautsächlich kleine, schnelle Kriegsgaleeren und ruderte mit über 3000 Mann nach Süden. Zwar war die Bucht von Bereg schon teilweise zugefroren, doch die Zwerge halfen mit ihren unheimlichen Erfindungen den Boron , das Eis zu beseitigen. So konnte der Überraschungsangriff mitten im Winter starten. Niemand im Kaiserreich hatte damit gerechnet und so erreichte die Flotte unbehelligt 8 Tage später den großen Hafen von Telga, wo beinahe die gesamte Flotte des Kaiserreiches im Winterschlaf lag und nur spärlich bemannt war. Im folgenden Gefecht gelang es den Boron , bis auf wenige Ausnahmen alle kaiserlichen Schiffe zu zerstören. Darunter auch die vier schweren Kriegsgaleassen des Kaisers. Das Flaggschiff des Kaisers wurde so schwer beschädigt, dass es einen Tag später sank. Die Boron verloren nur ein einziges Schiff.
Ein schwerer Schlag für das Kaiserreich und ein grandioser Sieg für die Boron , die sich durch diesen Sieg bestätigt und ermutigt fühlten, das Kaiserreich auch über Land anzugreifen. Die Fürsten versammelten ihre Truppen und es erfolgte eine Heerschau bei der insgesamt 7000 Fußsoldaten auf die Beine gestellt werden konnten. Diese wurden mit Schlitten und Schneeschuhen ausgerüstet, sodass sie relativ schnell durch den hohen Schnee nach Süden vordringen konnten.
Die Nordmänner hatten jedoch keine Eroberung im Sinn. Es sollte eine Bestrafungsaktion werden. Und so fielen sie über die Stadt Nalia her, plünderten und steckten sie in Brand, als Mahnmal dafür, dass man den Boron nicht ungestraft den Krieg erklärte.
Eine Botschaft, die das Kaiserreich nur zu gut verstand, denn kurz darauf unterbreitete der Kaiser einen Waffenstillstand, der bis zum heutigen Tage anhält. Ein Frieden wurde bis heute nicht ausgehandelt.
Um weitere Plünderungen durch die Boron zu verhindert, baute das Kaiserreich an seiner Grenze zur Seemark eine gewaltige Mauer, die von Ozean bis zum Gebirge reichte und mit vielen tausend Mann besetzt wurde. Bis heute trennt dieser „große Nordwall“, ein Monument kaiserlichen Größenwahns, die beiden Reiche.

Nachdem das Kaiserreich seinen Einflussbereich stark nach Nordosten erweitert hatte, befürchteten die Boron , dass der Kaiser ihnen in den Rücken fallen wollte. Daher beschloss König Gurduson II. im Jahre 196 NZ, das Gebiet nördlich des heutigen Grenzflusses zu annektieren, damit das Kaiserreich nicht weiter nach Norden expandieren konnte. Der Kaiser war darüber äußerst erzürnt und wollte das Reich der Boron erneut angreifen. Doch seine Berater und Fürsten konnten ihn davon abhalten. So blieb es bei Säbelrasseln und gegenseitigen Drohungen. Jeder blieb auf seiner Seite der Mauer und des Grenzflusses.

Im weiteren Verlauf bauten die Könige die drei großen Städte Beregor, Kurga und Durgna zu beinahe uneinnehmbaren Festungen aus. Mit gewaltigen Mauern und Türmen und der Hilfe der Zwerge. Wieder einmal brachen die Zwerge ihre Neutralität zugunsten der Boron. Zur Zeit von König Hirim I. wurde die Kriegsflotte stark vergrößert und man baute sie auf fast 300 Schiffe aus. Auch die Fisch- und Walfangflotte wurde stark vergrößert um den Bedarf der schnell wachsenden Bevölkerung zu decken.

Das Verhältnis zum Kaiserreich hat sich bis heute nicht verbessert und so schwelt eine stetige Kriegsglut zwischen den beiden Reichen, die jederzeit zum Feuer werden könnte, wenn sie geschürt wird. Doch Konig Oldurson II. hat einen kühlen Kopf und regiert das Reich mit Disziplin und Weitsicht. Er weiß, was ein Krieg mit dem Kaiserreich bedeutet und was es die Boron kosten würde.

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Das Elfenreich von Iolidar

Das Reich der Elfen ist uralt und niemand weiß genau, wie alt es wirklich ist. Selbst die Gelehrten der Elfen sind sich nicht ganz sicher diesbezüglich, da die meisten Aufzeichnungen beim Fall des Gottes vor 312 Jahren vernichtet wurden. Die Ältesten der Elfen berichten jedoch von einer Zeit, als die Elfen noch sehr jung waren und in der die Götter noch auf der Welt lebten und mit den Elfen verkehrten. Dies sei Äonen her und selbst für den ältesten der Elfen, Großmeister Lindor Mirakil, der immerhin schon 14 Winter (fast 19.000 Jahre) erlebt hat, ist es eine bloße Legende. Dieser Legende nach sollen die Götter die Elfen erschaffen haben, damit sie nicht so alleine auf dem Planeten sind. Sie sollen sie die hohen Künste gelehrt haben und ihnen gezeigt haben, wie man ein Teil der Natur wird.
Damals lebten die Elfen im fernen Süden, während die Götter im Norden lebten. Sie hatten immer wieder Kontakt zu ihnen und einige der Elfen lebten auch bei den Göttern als Diener und Schüler. Dann, eines Tages, verließen die Götter diese Welt. Sie waren ihrer Existenz überdrüssig und übergaben den Elfen die Verantwortung über den Planeten. Fortan waren die Elfen die Hüter dieser Welt.
Eines Tages kamen die Menschen in diese Welt. Wann genau, ist unbekannt. Ebenso ist unbekannt, woher sie kamen. Sie waren einfach plötzlich da. Es waren hunderte und sie verfügten über seltsame Maschinen und Geräte. Sie waren sehr feindselig und überzogen die Elfen bald mit Krieg. In dem folgenden, Jahrhunderte andauernden Konflikt, wurden die Elfenreiche im Süden vernichtet und die verbleibenden Elfenfürsten flohen weit nach Norden, in die Nähe der großen Eispanzer, die diesen Planeten immer wieder heimsuchen. Die Menschen kamen jedoch nicht soweit in den Norden. Warum, das wussten die Elfen damals nicht. Doch bald kam ans Licht, dass sich die Menschen mit ihren Maschinen gegenseitig ausgelöscht hatten und es nur wenige Überlebende gab, die nun als Jäger und Sammler durch die südliche Welt zogen. Es vergingen viele, viele Jahrtausende und irgendwann kamen die Menschen in den Norden. Sie waren nicht mehr so kriegerisch wie früher und sahen auch ein wenig anders aus, doch sie trugen noch immer den Willen zum Kampf in sich. Zuerst kamen nur wenige. Dann wurde es immer mehr. Bald waren es so viele wie die Sterne am Himmel.
Nach einigen Jahrhunderten hatten sie im Norden ein Reich etabliert und nannten sich selbst die „Delier“. Ihr Reich war das delische Reich. Anfangs gab es umfangreichen Handel mit den Menschen und das delische Reich erreichte eine neue Blüte und erfand erneut seltsame Maschinen, die sie mit Dampf betrieben. Diese Technik hatten sie offensichtlich von den Zwergen erworben, die ihr Reich seit Äonen im äußersten Norden hatten. Den Zwergen war damals offenbar nicht bewusst, welches Unheil sie damit über die Welt brachten, denn die Delier wurden mächtig und hochfahrend. Sie trachteten nach den Reichtümern der Elfen im Osten, denn das Land war warm und fruchtbar und der Boden voller Schätze, die die Elfen jedoch nie interessiert haben. Doch die Elfen wollten nicht, dass die Menschen diese Schätze aus dem Boden holen und verweigerten ihnen den Zugang zu ihrem Reich. Und so kam es, wie es kommen musste. Das delische Reich erklärte dem Elfenreich den Krieg. Wieder einmal siegte die Gier der Menschen über ihren Verstand und wieder einmal standen die Elfen kurz vor ihrer Vernichtung, denn das delische Reich war stark und seine Schiffe zahlreich und mächtig.
Doch die elfischen Schiffe waren schneller und sehr viel wendiger und so entbrannte ein Jahrzehntelanger Seekrieg zwischen den beiden Reichen, ohne dass es den Menschen jemals gelang, auch nur einen Fuß auf elfisches Land zu setzen. Doch der Preis dafür war furchtbar. Tausende Schiffe und zehntausende Menschen und Elfen bezahlten dafür mit ihrem Leben. Schon überlegten die Elfenfürsten, ob sie dem Drängen der Menschen nachgeben sollten, um diesen sinnlosen Krieg zu beenden und einige der Elfenfürsten sprachen gar von Kapitulation um weitere Elfenleben zu schonen. Doch die Götter waren anderer Meinung. Und sie waren auf der Seite der Elfen.
Als fast 3000 delische Schiffe einen erneuten Angriff auf das Reich der Elfen von Iolidar starteten, fuhr einer der Götter mit großem Zorn vom Himmel und schlug mit seiner Faust in das Herz des delischen Reiches. Das Reich wurde dabei vollkommen zerschmettert und hörte auf, zu existieren. Doch der Zorn des Gottes hatte noch kein Ende. Denn durch den Aufprall entstand eine so gewaltige Welle, dass der Ozean sich auftürmte und die Welt zur Gänze ertränkte. Auch die der Elfen. Hundertausende Elfen fanden ihren Tod. Nur die Schiffe, die entsandt worden waren um die delischen Angreifer abzufangen, überlebten die Welle und diese Schiffe und ihre Besatzungen waren das einzige, das von der elfischen Zivilisation übrig blieb. Die gewaltige Hitze des Einschlages jedoch, ließ den nördlichen Eispanzer in wenigen Tagen schmelzen, sodass das Meer fast über Nacht um weit über 100 Meter stieg und sowohl die Reste der Menschen als auch der Elfen in ein nasses Grab riss. Die Welt der Elfen war vergangen und die Schiffsbesatzungen fanden von ihrem Reich nur noch einige wenige Inseln, dort wo früher Berge waren. Doch auch viele Menschen hatten im Norden überlebt und zogen durch ihr völlig vernichtetes Reich, über dem seit dem Einschlag der „Hauch des Todes“ lag, einer unsichtbaren Kraft, die das Leben nimmt.
Die Elfen nannten ihr Reich nun „die versunkene Welt“ und gründeten auf den beiden größten Inseln zwei neue Reiche. Im Norden das Reich von Yo-Suka und im Süden das Reich von Yo-Derya. In Laufe der nächsten Jahrzehnte nahm man auch wieder Kontakt zu den Menschen auf und man schloss Frieden, da man erkannte, dass die Menschen völlig vernichtet waren und am Ende ihrer Kraft. Aus Mitgefühl beschlossen die beiden großmütigen Elfenfürsten zusammen mit den Zwergen von Torongard, die Menschen vor ihrem Unterganz zu bewahren. Man schickte Hilfslieferungen und half den weit Verstreuten, eine neue Heimat zu gründen. Doch viele Menschen waren schrecklich entstellt und verändert und die Elfen wollten keinen Kontakt zu diesen Kreaturen. Daher zogen sich die Elfen und die Zwerge wieder zurück und schickten regelmäßig Hilfslieferungen in das neu entstanden Reich der Menschen. Doch sobald die Menschen nach einigen Jahrzehnten wieder auf eigenen Füßen standen, erhob sich ein Kaiser und rief das Kaiserreich von Idunia aus. Und sofort begannen die Menschen wieder damit, Krieg gegeneinander zu führen. Da verstanden die Elfen, dass die Menschen wahrlich von den Göttern verflucht waren und sie mieden sie, wo es nur ging.

Zur Zeit der Gründung des neuen Kaiserreiches gab es nur noch knapp 20.000 Elfen in der nördlichen Welt. Doch sie hatten noch immer ihre mächtige Kriegsflotte von über 2000 Schiffen. Dies war und ist bis heute der Grund, warum das Kaiserreich die Elfen noch nicht wieder angegriffen hat.

Nur wenige Elfen verlassen ihre Heimat in diesen Zeiten und alle sind damit beschäftigt, ihre Zivilisation neu aufzubauen. Doch aufgrund der niedrigen Geburtsrate der Elfen ist dies nur sehr schwer möglich, denn Elfen bekommen im Schnitt nur alle 1000 Jahre Nachfahren. Menschen hingegen vermehren sich fast jedes Jahr. Und so wissen die Elfen, was unweigerlich kommen muss und warten auf den Tag, an dem die kaiserliche Flotte nach Osten in See sticht um die elfischen Lande zu erobern. Daher bereiten sich die Elfen seit der Neugründung ihrer Reiche auf diesen nicht sehr fernen Tag vor.

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Die Steppenreiter des Nordens

Ursprünglich gehörten die Kosan zum alten Reich von Delia. Sie lebten im Norden, unweit der Phyr-Berge und züchteten dort Pferde. Schon damals lehnten sie Technik zumeist ab und behielten sich ihren traditionellen Lebensstil bei, auch wenn das delische Reich am Ende technisch weit fortgeschritten war. Eng mit den Boron verwandt, weigerten sie sich ebenso wie diese, die Lebensweise der Delischen anzunehmen und besaßen weitestgehend Autonomie, auch wenn sie dem Reich steuerpflichtig waren. Dies war vor allem der Tatsache zu verdanken, dass die delischen Kaiser schon immer die Pferde für das Militär von den Kosan erworben haben, die im Gegenzug alles erhielten, was sie für ihr einfaches Leben benötigten.

Als der gefallene Gott die Welt verwüstete, retteten sich die Kosan mit ihren Pferdeherden nach Norden in die Berge, wohl wissend, dass der Großteil ihres Volkes dort nicht überleben würde. Dort suchten sie 30 Jahre lang Unterschlupf, bis die weiten Steppen des Ostens wieder trocken lagen. Dann beschlossen die Anführer, dass das dezimierte Volk nach Osten zieht, um dort neu zu beginnen. So trieben die knapp 5.000 verbliebenen Kosan ihre Pferdeherden über den Phyra-Pass und erreichten schließlich den Fluss Bolan, den sie im Norden überquerten. Vor ihnen lagen die gewaltigen Steppen des Ostens, in denen große Büffelherden umherzogen, die nach der Katastrophe ebenfalls dorthin geflohen waren. Das Gras und die Kräuter, die hier wuchsen, bildeten die perfekte Grundlage für ihre Pferdeherden und so beschlossen die Kosan, dass dies ab jetzt ihre Heimat sein sollte.

Fernab des alten delischen Reiches. Sie teilten sich in acht Stämme auf und lebten von nun an halbnomadisch in den riesigen Grasebenen.

Im Süden, nahe dem Meer, errichteten sie eine große Zeltstadt, Minjata, in der sich fast alle Kosan einmal ihm Jahr treffen, um sich auszutauschen und um zu heiraten, denn Frauen sind in den Clans nach wie vor Handelsware, die stets mit Pferden bezahlt wird.

Viele Jahre später kamen die Südmenschen in die Gebiete der Kosan und errichteten Städte in den westlichen Teilen der Steppe. Sie beanspruchten alles Land bis zum Fluss Bolan. Doch weiter trauten sie sich nicht, denn die Kosan gaben ihnen unmissverständlich zu verstehen, dass jedes Eindringen in ihr Territorium Krieg bedeuten würde. Aufgrund der großen Reiterarmee der mittlerweile etwa 15.000 Menschen umfassenden Stämme, sah der Kaiser von einer Invasion der Steppen ab und es wurde ein Vertrag ausgehandelt, der den Kosan Autonomie zusicherte, solange sie ihre Pferde mit dem neuen Kaiserreich tauschten. Da die Kosan jedoch mit den kaiserlichen Waren zumeist nichts anfangen konnten, war dies ein eher schlechter Tausch. Doch, um den Frieden zu wahren, schlugen die Reiterfürsten ein.

Heute, fast 300 Jahre später, sind die Kosan die Herren der Oststeppen und niemand wagt sich in ihr Gebiet. Sie haben ihre Lebensgewohnheiten komplett auf die riesigen Grasebenen angepasst und leben ungestört und weitgehend abgeschottet vom Rest der Welt.

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Die Zwerge von Torongard

Das Reich der Zwerge von Torongard ist viele tausend Jahre alt. Selbst die Gelehrten wissen nicht genau, wie alt es ist und wer es gegründet hat. Man sagt, die Zwerge seien schon immer da gewesen und hätten die Gründung des alten Reiches von Delia noch miterlebt. Doch selbst das ist noch nicht lange her im Vergleich zur Gründung der alten Zwergenstädte im Torongard-Gebirge. Die uralte Stadt Koz-Madâr im äußersten Nordwesten des Gebirges soll das erste Zwergen-Fürstentum in dieser Welt gewesen sein. Von den unsterblichen Elfen wissen die Zwerge, dass ihr Reich schon mindestens 8000 Jahre zurückreicht. Woher die Zwerge kommen, wissen jedoch auch sie nicht. Deren Legenden besagen, dass eines Tages bärtige kleine Wesen aus dem Boden kamen. Aus ihren unterirdischen Behausungen tief unter den Bergen. Sie nannten sich selber Kozûn, was in ihrer Sprache so viel wie „lebender Stein“ bedeutet. All dies Wissen an die alten Tage, wurde in der Bibliothek der Gelehrten in Koz-Madâr aufbewahrt. Doch mit der Stadt, ging beim „Fall des Gottes“ auch die gesamte Bibliothek verloren und mit ihr das Wissen der Zwerge um ihre wahre Herkunft. Bis heute trauern sie diesem Verlust nach und versuchen dieses Wissen wieder zu erlangen. Doch bislang vergeblich.

Schon früh hatten die Zwerge eine geheimnisvolle Technologie entwickelt, mit deren Hilfe sie Dampf dazu verwendeten, Maschinen anzutreiben. Im Laufe der Jahrtausende verfeinerten sie diese Techniken immer weiter und waren bald in der Lage, sich mit großen Schiffen, die mit einem speziellen Gas gefüllt waren, in die Lüfte zu erheben.
Damit stand der Ausbreitung des Zwergenreiches nichts mehr im Wege. Sie bauten zahlreiche neue, große und kleine Städte unter dem Gebirge und kamen zuletzt in den kalten Osten des Kontinentes, wo sie die letzte ihrer Städte gründeten: Koz-Tabân in den Turîk-Bergen.
Ihre fünf großen Städte waren Koz-Madâr im Westen, Koz-Burûk, Koz-Tobûr, Koz-Vinkû im Torongard-Gebirge und Koz-Tabân im Osten, jenseits der großen Eissteppen. All diese Städte waren mit ihren Luftschiffen verbunden und es bestand ein reger Austausch zwischen den fünf Fürstentümern. Doch in all der Zeit haben die Zwerge keinen König erwählt, der über alle regieren sollte, denn die Fürsten wollten ihre Autonomie nicht aufgeben. Und so entwickelten sich Rivalitäten unter den Städten. Doch nie kam es zu ernsteren Auseinandersetzungen. Es war eher so etwas wie ein Wettstreit unter Sturköpfen. Jede Stadt wollte die produktivste, schönste und reichste sein. Bis zum Ende des Reiches war dies Koz-Vinkû mit seinen mächtigen unterirdischen Hallen, die tief in den Stein des Berges geschnitten wurden. Mithilfe der Dampftechnik war es den Zwergen ein Leichtes, selbst den härtesten Fels zu bearbeiten.

Dann, auf dem Höhepunkt ihres Reiches, kam der himmlische Vater hernieder, der „gefallene Gott“.

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